Vintage Kleidung Größen richtig messen: Anleitung 2026
Inhaltsverzeichnis
- Vintage Kleidung Größen richtig messen: Das brauchst du
- Körpermaße richtig nehmen für Damenmode
- Second Hand Kleidung ausmessen Anleitung: So gehst du vor
- Körpermaße und Kleidungsmaße: Der Unterschied, der über die Passform entscheidet
- Vintage Größenumrechnung Tabelle: Historische Größen richtig einordnen
- Fehlerquellen und Vintage-Besonderheiten beim Messen
- Vintage Kleidung Größen richtig messen: Fazit und nächste Schritte
- Häufig gestellte Fragen
Zuletzt aktualisiert: 14. September 2026
Vintage Kleidung Größen richtig messen: Das brauchst du
Vintage Kleidung Größen richtig messen ist die einzige verlässliche Methode, um Fehlkäufe bei Second-Hand-Mode zu vermeiden. Wer bei ricordi.di.moda e.K. stöbert, findet zu jedem Artikel eine transparente Maßtabelle. Genau hier setzt diese Anleitung an: Mit drei einfachen Werkzeugen und etwas Geduld bestimmst du deine Passform in wenigen Minuten.
Das Problem kennt jeder Vintage-Fan: Eine Hose trägt das Etikett „38", sitzt aber wie eine 42. Historische Konfektionsgrößen folgen anderen Schnittmustern als heutige Massenware, und ein Etikett allein sagt nichts über den tatsächlichen Sitz der Kleidung aus. Deshalb gilt beim Second-Hand-Kauf eine eiserne Regel: Miss nach, statt zu raten.
Das brauchst du für jede Messung:
- Ein flexibles Maßband in Zentimetern, das sich nicht dehnt
- Einen Zettel und einen Stift für alle Werte
- Eine flache, glatte Unterlage wie einen Tisch oder Fußboden
- Ein zweites Paar Hände, wenn du den Brustumfang allein nicht sauber ablesen kannst
Körpermaße richtig nehmen für Damenmode
Körpermaße richtig nehmen für Damenmode heißt: Du misst den Körper, nicht die Kleidung. Ziehe dünne Kleidung oder Unterwäsche an, stelle dich aufrecht hin und halte das Maßband locker anliegend, ohne es in die Haut zu drücken. Alle Werte notierst du in Zentimetern.
Brustumfang, Taillenumfang und Hüftumfang bestimmen
Den Brustumfang misst du an der stärksten Stelle der Brust, waagerecht um den Körper geführt. Das Band verläuft über die Schulterblätter und bleibt parallel zum Boden. Atme normal weiter, nicht tief einziehen.
Für den Taillenumfang suchst du die schmalste Stelle zwischen Rippenbogen und Hüftknochen. Sie liegt meist knapp über dem Bauchnabel. Zwei Finger sollten unter das Band passen.
Der Hüftumfang wird an der breitesten Stelle des Gesäßes gemessen, ebenfalls waagerecht. Achte darauf, dass das Band an der Körpermitte nicht verrutscht.
| Körperstelle | Messpunkt | Häufiger Fehler |
|---|---|---|
| Brustumfang | Stärkste Stelle der Brust | Band rutscht nach unten |
| Taillenumfang | Schmalste Stelle, schmalste Körpermitte | Bauch einziehen |
| Hüftumfang | Breiteste Stelle am Gesäß | Band sitzt zu locker |
Notiere zusätzlich die Schulterbreite von Naht zu Naht und, bei Hosen, die Innenbeinlänge vom Schritt bis zum Saum. Diese beiden Werte entscheiden bei Vintage-Schnitten oft darüber, ob ein Stück passt.
Second Hand Kleidung ausmessen Anleitung: So gehst du vor
Die Second Hand Kleidung ausmessen Anleitung folgt einem festen Ablauf: Kleidungsstück flach hinlegen, Knöpfe und Reißverschlüsse schließen, Falten glattstreichen, dann waagerecht messen. So vergleichst du die Kleidungsmaße direkt mit deinen Körpermaßen. Wichtig ist, dass du immer an derselben Referenznaht ansetzt - sonst weichen deine Werte von denen der Verkäuferin ab.

Kleidungsstück flach hinlegen und waagerecht messen
Lege das Kleidungsstück flach liegend auf den Tisch, Knopfleiste oder Reißverschluss geschlossen. Streiche alle Falten mit der Hand glatt. Miss jetzt an diesen Punkten:
- Brustweite: Von Achselnaht zu Achselnaht, direkt unter den Ärmeln. Diesen Wert verdoppelst du, um den tatsächlichen Brustumfang zu erhalten.
- Taillenweite: An der schmalsten Stelle des Kleidungsstücks, ebenfalls verdoppeln.
- Hüftweite: Etwa 20 Zentimeter unter der Taille, bei Hosen am Gesäßansatz.
- Gesamtlänge: Von der höchsten Schulternaht bis zum Saum.
- Schulterbreite: Von Schulternaht zu Schulternaht auf der Rückseite.
- Innenbeinlänge: Bei Hosen vom Schritt bis zum Saum entlang der Innennaht.
Ein häufiger Fehler: Viele messen nur die halbe Breite und vergessen das Verdoppeln. Ein flach liegendes Shirt mit 60 Zentimetern Achselbreite hat 120 Zentimeter Brustumfang, nicht 60.
So schätzt du die Stoffdehnbarkeit richtig ein
Bevor du die Zahlen notierst, prüfe, wie nachgiebig der Stoff ist. Ziehe den Stoff an einer unauffälligen Stelle - etwa seitlich an der Hüfte - vorsichtig auseinander und beobachte, wie weit er sich dehnt und ob er in die Ausgangsform zurückkehrt.
- Webware ohne Elasthan (Leinen, reine Baumwolle, Wolle): dehnt sich kaum, das gemessene Maß ist praktisch das Endmaß. Rechne hier den vollen Bewegungsspielraum ein.
- Jersey, Strick und Viskose: geben ein bis drei Zentimeter nach. Ein Shirt darf hier enger anliegen, weil es sich beim Tragen anpasst.
- Denim ohne Stretch: sitzt anfangs stramm und weitet sich an Knien und Hüfte um bis zu zwei Zentimeter. Miss die Hose im trockenen, ungetragenen Zustand und rechne diese Weitung mit ein.
- Materialalterung: Fasern können nach Jahrzehnten spröde werden. Ziehe den Stoff nur leicht, nicht in die Länge - sonst reißt die Naht.
Vintage-Besonderheiten: Schulterpolster, High-Waist und ausgestellte Röcke
Vintage-Schnitte haben Eigenheiten, die moderne Kleidung nicht kennt. Diese Stücke musst du anders messen als ein heutiges Basic:
- Schulterpolster: Miss die Schulterbreite erst nach dem Entfernen der Polster, wenn du sie herausnehmen kannst. Bleiben sie drin, miss von Polsterkante zu Polsterkante und ziehe etwa zwei Zentimeter ab, weil das Polster die Silhouette verbreitert.
- High-Waist-Hosen und -Röcke: Die Taillenweite sitzt nicht an der Hüfte, sondern oberhalb des Bauchnabels. Miss die Bundweite flach liegend an der oberen Kante und vergleiche sie mit deinem Taillenumfang, nicht mit dem Hüftumfang.
- Ausgestellte Röcke (A-Linie, Glockenform): Miss die Taille am Bund und zusätzlich die Saumweite an der breitesten Stelle des Rocks. Beide Werte entscheiden, ob der Rock an Taille und Hüfte sitzt.
- Ärmel und Kragen: Miss die Ärmellänge von der Schulternaht bis zum Saum und die Kragenweite flach liegend am geschlossenen Knopf. Historische Kragen fallen oft enger aus.
- Veränderungen: Prüfe den Saum auf Spuren einer früheren Kürzung oder Engernähens. Eine doppelte Naht oder ein ungleichmäßiger Saum verrät eine Änderung, die das ursprüngliche Maß verfälscht.
Körpermaße und Kleidungsmaße: Der Unterschied, der über die Passform entscheidet
Körpermaße beschreiben deinen Körper, Kleidungsmaße beschreiben das Kleidungsstück. Der Unterschied entscheidet über die Passform, weil zwischen beiden ein Bewegungsspielraum liegt. Deine Brust misst vielleicht 96 Zentimeter, doch eine Jacke braucht 104 Zentimeter Brustweite, damit sie bequem sitzt.
Vergleiche deshalb immer beide Werte und rechne den Spielraum ein:
- Eng anliegend: Kleidungsmaß entspricht dem Körpermaß plus 0 bis 4 Zentimeter
- Regulär: plus 4 bis 8 Zentimeter
- Locker oder Loose Fit: plus 8 bis 15 Zentimeter
Vintage Größenumrechnung Tabelle: Historische Größen richtig einordnen
Die Vintage Größenumrechnung Tabelle ordnet historische Etikettengrößen grob den heutigen Konfektionsgrößen zu. Sie ersetzt keine Messung, gibt aber eine erste Orientierung. Wichtiger als das Etikett ist ohnehin der Vergleich der gemessenen Kleidungsmaße mit deinen Körpermaßen - die Tabelle hilft nur beim schnellen Einschätzen.
Historische Größen im Vergleich zu heute
| Historische Größe | Heutige Entsprechung (Damen) | Typisches Körpermaß Brust/Taille/Hüfte | Hinweis |
|---|---|---|---|
| 36 (70er) | 32 bis 34 | ca. 80/62/88 cm | Historisch schmaler geschnitten |
| 38 (70er) | 34 bis 36 | ca. 84/66/92 cm | Schultern oft breiter |
| 40 (80er) | 36 bis 38 | ca. 88/70/96 cm | Taillierung stärker betont |
| 42 (80er) | 38 bis 40 | ca. 92/74/100 cm | Fällt heute meist größer aus |
| 44 (90er) | 40 bis 42 | ca. 96/78/104 cm | Häufig mit Schulterpolstern |
Die Zentimeterwerte sind Richtwerte, keine exakten Vorgaben. Historische Schnitte wurden für andere Körperproportionen entworfen, und die Maßhaltigkeit variiert je nach Hersteller und Jahrzehnt. Verlasse dich am Ende immer auf die gemessenen Kleidungsmaße.
Internationale Vintage-Größen umrechnen
Vintage-Kleidung stammt oft aus verschiedenen Ländern, und jedes System zählt anders. Ein US-amerikanisches „M" oder ein italienisches „42" lässt sich nicht eins zu eins übertragen. Diese Orientierungstabelle hilft beim Einordnen:
| System | Entspricht in etwa | Achtung |
|---|---|---|
| Deutschland 36 | UK 8, US 4, FR 36, IT 40 | US-Größen fallen oft eine Nummer größer aus |
| Deutschland 38 | UK 10, US 6, FR 38, IT 42 | UK-Größen sind meist schmaler geschnitten |
| Deutschland 40 | UK 12, US 8, FR 40, IT 44 | IT-Größen fallen häufig kleiner aus |
| Deutschland 42 | UK 14, US 10, FR 42, IT 46 | FR-Größen liegen nah an DE-Größen |
| Deutschland 44 | UK 16, US 12, FR 44, IT 48 | US-Größen weichen am stärksten ab |
Diese Zuordnung ist bewusst als Orientierung formuliert, nicht als exakte Formel. Die Größensysteme haben sich über die Jahrzehnte mehrfach geändert, und ein US-amerikanisches Vintage-Stück aus den 70ern folgt anderen Maßen als ein heutiges. Bei internationalen Stücken gilt deshalb: Miss immer nach und vergleiche die Kleidungsmaße mit deinen Körpermaßen.
Fehlerquellen und Vintage-Besonderheiten beim Messen
Fehlerquellen beim Messen entstehen meist durch drei Ursachen: ein gedehntes Maßband, eine schiefe Messlinie oder das Verwechseln von halber und ganzer Breite. Daneben bringt Vintage-Mode eigene Besonderheiten mit, die moderne Kleidung nicht kennt.
Typische Fehlerquellen:
- Maßband liegt nicht waagerecht, sondern kippt nach hinten
- Nur die halbe Breite wird gemessen und nicht verdoppelt
- Das Kleidungsstück wird nicht glatt gestrichen, Falten verfälschen den Wert
- Die Naht wird nicht als Referenzpunkt genutzt, sondern der Stoff daneben
Vintage-Besonderheiten:
- Stoffbeschaffenheit: Reine Baumwolle gibt kaum nach, Wollmischungen oder Jersey mit Elasthan dehnen sich beim Tragen. Ein Jersey-Shirt darf enger anliegen als ein Leinenhemd.
- Materialalterung: Fasern können nach Jahrzehnten spröde werden und reißen, wenn du sie überdehnst. Miss deshalb vorsichtig und ziehe den Stoff nicht in die Länge.
- Vintage-Schnitt: Schulternähte sitzen historisch oft schmaler, Ärmel kürzer, Taillen höher. Diese Abweichungen lassen sich nicht über die Konfektionsgröße ausgleichen, nur über die gemessenen Werte.
- Veränderungen: Manche Stücke wurden früher enger genäht oder gekürzt. Prüfe den Saum auf Spuren einer Änderung.
Vintage Kleidung Größen richtig messen: Fazit und nächste Schritte
Vintage Kleidung Größen richtig messen läuft auf eine einfache Reihenfolge hinaus: Körpermaße nehmen, Kleidungsmaße am flach liegenden Stück ermitteln, beide Werte vergleichen und den Spielraum der Passform einrechnen. Wer diesen Ablauf einmal verinnerlicht hat, bestellt deutlich seltener die falsche Größe.
Genau dafür steht ricordi.di.moda e.K.: Jeder Artikel erhält eine transparente Maßtabelle, damit du vor dem Kauf genau weißt, was dich erwartet. Bei Größenunsicherheit beraten wir individuell.
Informationen des Bundesministeriums der Justiz zu Verbraucherrechten bei Online-Käufen
Leitfaden der Verbraucherzentrale zum Online-Shopping und Widerrufsrecht
Umweltbundesamt zu Textilien und nachhaltigem Konsum
Die Unsicherheit bei der Passform hält viele vom Vintage-Kauf ab, dabei lässt sie sich mit einem Maßband lösen. Bei ricordi.di.moda e.K. findest du zu jedem Stück eine detaillierte Maßtabelle, eine ehrliche Zustandsbeschreibung und auf Wunsch eine persönliche Größenberatung, dazu Pflegehinweise, die Farbe und Form erhalten. 159 Bewertungen auf Vinted mit durchschnittlich 5,0 von 5 Sternen zeigen, dass dieser Ansatz ankommt. Entdecke die kuratierte Auswahl und bestelle mit dem sicheren Gefühl, dass die Größe passt.
Häufig gestellte Fragen
Wie messe ich meine Kleidergröße richtig für Second-Hand-Mode?
Miss mit einem Maßband direkt am Körper: Brustumfang an der stärksten Stelle, Taillenumfang an der schmalsten Stelle, Hüftumfang an der breitesten Stelle. Das Maßband sollte locker anliegen, nicht einschneiden. Notiere alle Werte in Zentimetern und vergleiche sie mit der Größentabelle des Anbieters. Bei Vintage-Mode sind die Etikettengrößen oft unzuverlässig, deshalb sind die tatsächlichen Kleidungsmaße entscheidend.
Warum fallen Vintage-Größen oft anders aus als moderne Konfektionsgrößen?
Historische Konfektionsgrößen basierten auf anderen Körpermaßen und Schnittmustern. Eine Vintage-Größe 38 kann heute einer 36 oder 40 entsprechen. Hinzu kommen Materialalterung, eingelaufene Stoffe und individuelle Änderungen durch Vorbesitzer. Deshalb gilt: Nie auf das Etikett verlassen, sondern immer die flach liegend gemessenen Kleidungsmaße mit den eigenen Körpermaßen vergleichen.
Wie unterscheidet sich das Messen von Kleidung vom Messen des eigenen Körpers?
Beim Körper misst du den Umfang direkt an der Haut. Bei Kleidung legst du das Stück flach hin und misst die Breite, zum Beispiel Achsel zu Achsel. Diese Breite verdoppelst du, um den tatsächlichen Umfang zu erhalten. Ein flach gemessenes Shirt mit 60 cm Brustbreite hat also 120 cm Umfang. Vergleiche diesen Wert mit deinem Körperumfang plus etwas Bewegungsfreiheit.
Welche Maße sind beim Online-Kauf von Vintage-Mode entscheidend?
Die wichtigsten Maße sind Brustumfang, Taillenumfang und Hüftumfang sowie bei Oberteilen die Schulterbreite und Ärmellänge. Bei Hosen kommen Innenbeinlänge und Bundweite hinzu. Achte auch auf die Stoffbeschaffenheit: Elastische Materialien dehnen sich, feste Webstoffe kaum. Fordere bei Unsicherheit immer die flach liegenden Maße an, statt dich auf die Etikettengröße zu verlassen.